Freitag, 14. November 2014

KJT: Weihnachtsmärchen ist in diesem Jahr ein toller Weltraumspaß

Fotos (4): Birgit Hupfeld
Es gibt viele Erwachsene, die freuen sich alljährlich auf die Premiere des Weihnachtsmärchens vom Kinder- und Jugendtheater. Da kann man sich zurücklehnen, muss nicht über komplizierte Inhalte nachdenken, kann fantasievolle Bilder genießen und sich manchmal selbst wie ein Kind fühlen.

All das ist auch in diesem Jahr möglich – bei „Peters Reise zum Mond“. Premiere war am Donnerstagabend im Schauspielhaus, Regie führt wie immer der KJT-Chef persönlich: Andreas Gruhn.

Die Kinder Peter und Anna (Steffen Happel und Désirée von Delft) erhalten nachts Besuch von einem riesigen Maikäfer, dem Sumsemann (Andreas Ksienzyk). Er bittet die beiden, mit ihm zum 
Mond zu fliegen. Dort haust der berühmt-berüchtigte Mondmann (Götz Vogel von Vogelstein), der dem Sumsemann eines seiner sechs Beine geklaut hat. Die Kinder sollen helfen, es zurückzuerobern.

Gesagt, getan. Sie lernen fliegen (das Vorhandensein von Flügeln wird stark überschätzt), und los geht’s. Doch unterwegs müssen die
drei noch einige Abenteuer bestehen – wie etwa die Reise in dem klapprigen Raumschiff von Commander Allister (Rainer Kleinespel), bei der ausgerechnet der Sumsemann als Flugprofi vor Angst ohnmächtig wird.

Andreas Gruhn hat für diese Adaption des Märchens von Gerdt von Bassewitz viele Motive aus bekannten Science-Fiction-Filmen wie

Star Trek oder Star Wars eingebaut. So gibt’s genauso das „Computer-Logbuch Nummer 1“ aus Raumschiff Enterprise wie einen zünftigen Kampf mit dem Laserschwert aus Krieg der Sterne (mit dabei: Jubril Sulaimon als Captain Donner).

„Peters Reise zum Mond“ glänzt vor allem durch tolle Kostüme und Optiken. Die Nachtfee (Bianka Lammert), Lady Merkuria (Bettina Zobel) und Dike (Johanna Weißert) erinnern mit ihren hochgesteckten Frisuren an Prinzessin Leia aus Star Wars. Und

wenn unsere drei Helden – gehalten von Seilen – fünf Meter über der Bühne schweben und von Weltraumbildern aus dem Projektor umtost werden, sieht es tatsächlich fast so aus, als flögen sie durchs All. Gelungen ist auch das klapprige Raumschiff, mit dem sie gelegentlich unterwegs sind.

Ein rundum gelungener Spaß für Kinder ab sechs Jahren (und ihre Eltern, die sich an die eigene Kindheit erinnern).

Tickets und Termine: www.theaterdo.de


Andreas Schröter

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