Dienstag, 30. September 2014

Theater im Depot: "Blasphemie eines Irren" hat Premiere

Premiere: Blasphemie eines Irren
Datum: Freitag, 3. Oktober 2014 20:00
Ort: Theater im Depot, Theaterfoyer


Ein Mann empfängt Besucher in bescheidenem Rahmen; sie nennen ihn den „Irren“, doch er möchte lieber, in aller Zurückhaltung, „Herr Gott“ genannt werden: Denn, ja, er ist Gott, und ihm liegt viel daran, dass das Publikum dies nicht bezweifeln möge, auch wenn Ort und Anlass es vielleicht nicht nahelegen. Wer oder was er ist, dieser außergewöhnliche Herr mit dem selbstbewussten Auftreten und der eindrucksvollen Kenntnis über Menschen, Welt und Werte ist die entscheidende Frage in Franz Werfels Erzählung „Blasphemie eines Irren“ von 1914: Zu sagen, dass es in diesem Text um „alles“ ginge, wirkt untertrieben, hat doch Werfels „Irrer“ eine komplexe Sicht auf die Welt, in der er nun einmal, man glaube ihm oder nicht, als Gott tätig ist; und das immerhin seit Jahrtausenden, in denen er alles sah, alles hörte, ihm nichts erspart blieb ... was für eine Lebensklugheit.
Werfels monologisch verfasste Erzählung ist wie gemacht für eine Theaterinszenierung: dicht und vielfältig, komisch und ernsthaft, sinnlich und musikalisch.

Premiere
FR 03.10.2014 um 20 Uhr
DO 06.11.2014 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 13 € / 8 € erm.
AK 15 € / 10 € erm.
Ort: Foyer des Theater im Depot (begrenzte Platzzahl!)
Regie: Stefan Schroeder
Mit: Carsten Bülow

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