Donnerstag, 11. September 2014

Kay Voges eröffnet die Schauspielhaus-Spielzeit mit William Shakespeare

Szene aus "Hamlet"
Premiere am 12. September 2014, 19.30 im Schauspielhaus
Weiterer Termin am 21. September, 18 Uhr

Was tun, wenn Dir Informationen über eine Staatsaffäre zugespielt werden? Wie Wahrheit finden in einer Welt, in der selbst Freunde sich gegenseitig überwachen und manipulieren? In der die Datenhoheit politische Macht bedeutet? Und die eigene Identität permanent gefährdet scheint?

Virtualität oder Realität, Sein- oder Nicht-Sein: William Shakespeare, berühmtester aller britischen Dramatiker, seziert in Hamlet eine Welt aus den Fugen. Niemand traut keinem mehr in diesem Dänemark, es ist ein Land am Abgrund – und Titelheld Hamlet ist der, sein Ich aufs Spiel setzt, der nicht weggehen kann, der hinsehen muss. Hamlet, Sohn zwischen zwei Königen, Geliebter von Ophelia, erfährt von einem Mord – ein Wissen, dass das Herz spaltet, das zu einer Revolution aufruft. Und zugleich sehr einsam macht. Denn Paranoia und Angst lauern inzwischen in jeder Ecke. Was genau ist das, was alles und jeden zu verzehren droht? Und wie dagegen ankämpfen?

Schauspiel-Intendant Kay Voges eröffnet die Saison im Schauspielhaus mit William Shakespeares Welt-Tragödie: Hamlet, Shakespeares wohl berühmtester Protagonist, strahlt seit Stückentstehung Anfang des 17. Jahrhunderts durch die Generationen der Menschheit, lauscht gleich einem Seismographen auf die Erschütterungen der Gegenwart und die Krankheiten der jeweiligen Zeit. Und heute? „Da weder der äußere noch inn’re Mensch dem ähnelt, was er war“ – was ist der Mensch? In ihrer sechsten gemeinsamen Arbeit wollen Kay Voges und Videokünstler Daniel Hengst der von Shakespeare gelegten Fährte im Spiegel von Bits und Bytes auf die Schliche kommen.

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