Sonntag, 28. September 2014

Ein Rundgang durch die Museumsnacht 2014

Hier mein ganz persönlicher Rundgang durch die Museumsnacht 2014:

Unsere erste Station ist das Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Noch bevor wir ganz drin sind, treffen wir den Ruhr Nachrichten-Fotografen Dieter Menne. Der hat seit dem

Nachmittag schon eine ganze Reihe von Stationen abgeklappert. Vielleicht hätten auch wir eher anfangen sollen. Im MKK tritt ein Komiker auf – Tobi Katze muss es wohl sein –, der seinen Text vom Tablet-PC abliest, den er sich vors Gesicht hält (Foto 1). Das finde ich uncool. Sollte ein Komiker nicht frei sprechen? Es gibt im MKK so viel zu sehen, dass ich mich nicht recht auf seinen Auftritt konzentrieren kann. Wir schauen uns lieber die Dauerausstellung an und geraten in eine Führung über zwei Bilder von Caspar David Friedrich, die ich hochinteressant finde. Ich lerne etwas über die Lichtverhältnisse in den Bildern und die tiefe religiöse Bedeutung. Wussten Sie, dass Dortmund zwei Gemälde von Caspar David Friedrich hat? Ich nehme mir vor, mich in Zukunft intensiver mit dem MKK zu befassen und mal an einer längeren Führung teilzunehmen. Das MKK ist immer noch mein Lieblingsmuseum.

Danach geht’s zum RWE-Tower, wo die total erkältete RWE-Kunstexpertin Daniela Berglehn Kataloge und Bücher verkauft. Ich mag die Ausstellung „Plastic Relations“, die dort gerade zu sehen 
ist, mit ihren großflächigen knallbunten Bildern (Foto 2). Wir machen ein Selfie, das aber nichts wird. Weil im Aufzug gerade
Platz ist, fahren wir schnell noch nach oben, obwohl wir den tollen Ausblick von früheren Museumsnächten schon kennen. Als ich den erleuchteten Signal-Iduna-Park sehe, fällt mir Borussias Niederlage im Revierderby ein, und ich will schnell wieder runter.

Ich habe Durst, also beschließen wir – obwohl wir noch nicht viel geleistet haben –, ein Bier im domicil zu trinken. Im Club läuft gerade eine Jazz-Session. Ich mag die entspannte Atmosphäre dort sehr.

Danach schauen wir in die Reinoldikirche rein, wo nur eine 

Handvoll Leute einem stadtgeschichtlichen Vortrag lauscht (Foto 3). Wir setzen uns und hören ebenfalls kurz zu, aber der Vortrag bringt mir keine neuen Erkenntnisse. Wir bleiben nicht lange.

Ich will unbedingt in den U-Turm. Beim Hartware MedienKunstVerein läuft die Ausstellung „Böse Clowns“. Alle Mitarbeiter sind als böse Clowns geschminkt, und auch die Besucher können sich ein Clownsgesicht verpassen lassen (Foto 4). Jetzt wird mir klar, wieso ich in der Stadt vorher so viele
geschminkte Gesichter gesehen habe. Auf die Ausstellung selbst können wir uns nicht so recht konzentrieren. Das Geflimmer der vielen Bildschirme geht uns eher auf die Nerven. Diese Ausstellung sollte man sich in Ruhe anschauen und dann auch viel Zeit mitbringen. Vielleicht mach ich das noch.

Natürlich fahren wir mit der Rolltreppe – immer wieder faszinierend: die Fensterprojektionen im Treppenhaus – noch eine
Etage höher zum Museum Ostwall (Foto 5), bleiben aber nicht lange.

Danach machen wir einen langen Spaziergang am Wall entlang zum DEW21-Kundenforum, wo mittelalterliche Tänze aufgeführt werden (Foto 6). Ich fühle mich sofort an den Polanski-Film „Tanz der Vampire“
erinnert. Die Akustik ist nicht besonders gut, und auch sonst kann ich damit nicht viel anfangen.

Vor dem benachbarten Adlerturm sitzen mittelalterlich gewandete Gestalten um einen Festschmaustisch herum. Das sieht gemütlich aus. Ich hätte fast Lust mich dazuzusetzen. Allerdings ist es mittlerweile auch schon etwas frisch, um noch ganz locker draußen sitzen zu können.

Auf dem Weg zurück zum Auto machen wir einen Umweg durch
die Berswordthalle, wo es eine Party mit Live-Musik von Radio 91.2 (Foto 7) gibt. Als wir da sind, läuft aber gerade nichts.

Die Lasershow auf dem Friedensplatz sehen wir nicht mehr.


Andreas Schröter

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