Montag, 30. Juni 2014

Ausstellung PostkART 2014: "Anschnitt" befasst sich mit der Postkarte

Das Atelier "Anschnitt" von Tanja Melina Moszyk an der Hombrucher Straße 59 setzt auch im Jahr 2014 wird wieder ein künstlerisches Zeichen gegen schnelllebige E-Mails und SMS in der Öffentlichkeit und lässt die Künstler-Postkarte zum Einsatz kommen. Mit dieser wird ein andere Künstler, sowie die Besucher der anschließenden Ausstellung erfreut, verärgert oder zum Nachdenken anregt.

Jeder beteiligte Künstler erhält eine Karte von einem Kollegen, um an die alten Grußkarten-Zeiten zu erinnern.

Zur Ausstellung wird es einen PDF-Katalog geben. (Kataloge der letzten sechs Jahre unter www.anschnitt.de)

Die Aufgabenstellung ist in diesem Jahr der Tatsache geschuldet, dass das Atelier Anschnitt seine Türen in Dortmund-Hörde geschlossen hat und nun einen Stadtteil weiter in den Süden gezogen ist.

Und 71 Künstlerinnen haben sich zu diesem Thema Gedanken gemacht und insgesamt 89 Karten eingesendet!

Ausstellungsdauer: 15.6.-13.7.2014 Öffnungszeiten: dienstags 15-20 Uhr, sonntags 11-13 Uhr

Sonntag, 29. Juni 2014

Künstlerhaus: "Zwitschern zwischen Zwischenzäunen" noch bis zum 6. Juli

Arbeit von Anna Erdmann und Marit Wolters
Studenten und Alumni der Fachklasse Prof. Monika Brandmeier von der HfBK Dresden präsentieren bis zum 6. Juli im Künstlerhaus am Sunderweg 1 Arbeiten zum Thema “Grenzlinien” jenseits politischer Sphären.

Als 'BrandKlasseMeier' gastierten Studenten der Hochschule für Bildende Künste in Dresden 2006 schon einmal im Künstlerhaus. Professorin Monika Brandmeier war selbst Mitglied im Künstlerhaus Dortmund und pflegt bis heute einen engen Kontakt mit diesem. Sie und ihre Studierenden wissen nach wie vor die Tradition des Hauses zu schätzen, Experimentierort und Forum für junge, zeitgenössische Kunst zu sein. In der Ausstellung "Zwitschern zwischen Zwischenzäunen" nutzen die Studierenden diese Kunst-Plattform und den Austausch mit den im Haus lebenden und arbeitenden Künstler/innen.

In ihren Arbeiten zum Thema “Grenzlinien” behandeln die Studierenden, viele kurz vor dem Abschluss stehend oder in ihrem Meisterschülerjahr, das Thema 'Grenze' kulturell, räumlich und formal in Skulptur, Film oder Zeichnung. Laura Eschweiler und Cornelius Grau sind die jüngsten Kunsthochschulabsolventen im Künstlerhaus und durch ihre kuratorische Betreuung der Ausstellung die optimalen Vermittler für die Studenten in die Kunstszene und für die Besucher in die junge Kunstwelt hinein.


Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Julia Boswank
Lisbeth Daecke
Anna Erdmann / Marit Wolters
Fabian Glass
Olga Grigorjewa
Theo Huber
Konstantin Kunath
Soojung Kim
Georg Lisek
Stephanie Meier
Paul Melzer / Tobias Klich
Lisa Pahlke
Charlotte Perrin
Andreas Schliebenow
Maria Schwerdtner
Magnus Sönning

Samstag, 28. Juni 2014

Theater Dortmund: Tickets für neue Spielzeit

Szene aus "Republik der Wölfe"
Letzte Vorstellung verpasst oder keine Karten mehr bekommen? Jetzt gibt es wieder Tickets für das Theater Dortmund, und zwar für die kommende Spielzeit ab August. Alle Vorstellungen gehen am kommenden Dienstag, 1. Juli, in den Vorverkauf. Die erste Vorstellung der neuen Spielzeit ist die Premiere von „Ich bin nicht Siegfried“ im KJT am Freitag, 29. August, um 19 Uhr. Im September und Oktober gibt es dann ein Wiedersehen mit vielen beliebten Produktionen, z.B. „Der nackte Wahnsinn“ ab 19. September, „Republik der Wölfe“ ab 3. Oktober oder „Carmen“ ab 4. Oktober. Karten gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, unter www.theaterdo.de und Tel. 0231/50-27222.

Freitag, 27. Juni 2014

Dortmunds Programm bei der Extraschicht am 28. Juni

Foto:  Ruhr Tourismus GmbH/ Nielinger 
U goes Wohnzimmerclub
Das neue Dortmunder Wahrzeichen, das Dortmunder U, verwandelt sich in der ExtraSchicht-Nacht am 28. Juni 2014 von 18-2 Uhr in einen Wohnzimmerclub, in dem man ab 18 Uhr im Greenbox-Studio das Fliegen lernt, eigene Tutorialclips erstellen kann und Besucher zur WM ihr eigenes WM Mannschaftsfoto mit Trikot und Pokal im Kunstrasenstudio machen können. Ab 18 Uhr wird der Vorplatz des Dortmunder U zum Salon und im Museum Ostwall gibt es zur aktuellen Dauerausstellung „Sammlung in Bewegung“ Fluxus-Aktionspoints – frei nach dem Motto der Ausstellung „anybody can have an idea“. Führungen durch alle laufenden Ausstellungen im Dortmunder U sind natürlich Teil des Programms und um 22 Uhr startet die Petaflops Antivideo Lichtinstallation, die das U und die Baustelle des Kreativzentrums illuminiert. Dazu gibt’s elektronische Musik vom Feinsten.


Hansa digital
Auf eine Reise zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kann man sich auf der Kokerei Hansa machen. Ganz digital gibt sich Hansa mit einem künstlerischen Videowalk über die Geschichte bis in die Zukunftsvisionen der Kokerei für die, die ihre Smartphones und Kopfhörer mitbringen – ab 18 Uhr bis Sendeschluss um 2 Uhr. Außerdem warten Erlebnis-, Video- und Wissensinseln auf einem neuen Rundweg auf die Besucher. Ab 20 Uhr können am Lagerfeuer nicht nur Grillgut, sondern auch Bossa Nova und Balkan Beats mit einem DJ-Duo auf dem Hansa-Platz genossen werden. Live-Musik mit Gitarren-Pop und Rockabilly Band sowie Chorgesang zwischen alten Gasleitungen sind ebenso erlebenswert wie die Siebdruck-Kunst vom Atelier Schreinerei zu kleinen Preisen und eine Soundinstallation im Industriewald. Und wer dann noch reiselustig ist, kann sich mit Straßenbahn-Oldtimern zum Bahnhof Mooskamp pendeln lassen.


Nacht über Unterwelten
Atmosphärische Unterwelten machen auf dem Gelände des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern in Dortmund diese Nacht zu einem fantastisch-höllischen Erlebnis. Die Feuerjonglagen der Chabernaq Company um 21.30 Uhr, 23 Uhr und 00.00 Uhr tragen dazu ebenso bei wie die Führungen durch die Ausstellung „Über Unterwelten – Zeichen und Zauber des anderen Raums“. Als musikalischer Auftakt liefert die Dortmunder Band Minor Swing ab 18.00 Uhr feinsten Gyspy-Jazz. Martin Kaysh, der Steiger vom Geierabend, serviert um 18.30 Uhr, 20 und 21 Uhr ein höllisch satirisches Bühnenprogramm. Mit Kurzgeschichten rund um echte und metaphysische Unterwelten schickt Sie ab 19.30 Uhr die Literaturlinie auf fantastische Reisen. HopStopBanda übernehmen um 23.30 Uhr, 00.30 und 1.30 Uhr mit schrägem Folk-Mix die Herrschaft über die musikalische Unterwelt. Und auch kulinarisch wird es höllisch-himmlisch. Das alles vor der geheimnisvoll schlossartigen Anlage der majestätischen Zeche Zollern.

Oasen der Entschleunigung
Unser Alltagsleben hat eine Wahnsinns-Taktung – das macht sich nicht nur bei der ExtraSchicht bemerkbar, sondern zuweilen auch im Arbeitsleben. Besucher sind gut beraten, ein wenig ihrer ExtraSchicht-Zeit in die Ausstellung „Tempo Tempo!“ in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund zu investieren. Kurzführungen gibt’s um 18 Uhr und 19.30 Uhr, ab 20 Uhr stündlich bis einschließlich Mitternacht. Die Zeit ist gut angelegt und Entschleunigung garantiert. Währenddessen kommen „Die Physikanten“ um 18.30 Uhr und um 21 Uhr dem Phänomen „Zeit“ auf die Spur und Standup-Comedian Johannes Flöck nimmt die verrinnende Lebenszeit und den „Geschmack der mittleren Reife“ auf die Schippe (20 und 22 Uhr). Kurzweilige Stunden sind garantiert.

Prost Stahlzeit!
Im Hoesch-Museum im ehemaligen Portierhaus der Firma Hoesch wird die Tradition der Dortmunder Stahlgeschichte bewahrt. Von 18 bis 22 Uhr führt hier das Familienunternehmen Tappmeyer vor, was echte, handwerkliche Schmiedekunst ist und von 19 bis 20 Uhr und 22 bis 23 Uhr entführen Gaukler und Zauberer die Besucher in eine Welt jenseits der harten Arbeit in der Stahlindustrie. Von 18 Uhr bis Mitternacht heißt es, sich in historische Kostüme zu schmeißen und sich im Fotoatelier ablichten zu lassen und von 20 bis 22 Uhr machen „The Beebs“ Live-Musik, während um 20.30 Uhr und 21.30 Uhr eine Feuershow die Gemüter anheizt. Dazu werden durchgehend Kurzführungen durch die Dauerausstellung angeboten und auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz.

In Saus und Brau(s)
Was die ehemalige Bierhauptstadt Europas zu bieten hatte, erlebt man im 2006 auf dem Gelände der Dortmunder Actien-Brauerei eingerichteten Brauerei-Museum. Von 18 Uhr bis Mitternacht können Bierfeinschmecker alle 60 Minuten an einer Bierverkostung im historischen Sudhaus teilnehmen oder auch am Brauseminar im Schulungsraum des Sudhauses zwischen 20 und 0.00 Uhr. Von 18 Uhr bis 1 Uhr sind Führungen durch die Dauerausstellung und die aktuelle Sonderschau „Die Brauwirtschaft und der Erste Weltkrieg“ angesagt, während „Add on“, die Gewinner des Deutschen Pop-Preises 2012, a cappella außergewöhnlichen SoulJazzLatinPop zum Besten geben. Denjenigen, die beim kollektiven Wiegen auf der Kronenvereinswaage etwas gewinnen wollen, denen sei das frische Dortmunder von der Quelle und etwas Deftiges vom Grill empfohlen – vor dem Aufstieg auf die Waage.

Bilder der Extraklasse
Im Kulturort Depot gibt’s was zu sehen! Neben der wirklich beeindruckenden Ausstellung der weltbesten Pressefotografien „World Press Photo14“ stehen im Depot um 18 Uhr, 20 Uhr und 22 Uhr Mitmachaktionen in Sachen Malerei auf dem Programm, während beim Photo-Slam um 18.30 Uhr, 22 Uhr und um Mitternacht jeder sich und seine Fotos präsentieren kann. Das Publikum entscheidet über den Gewinner. Führungen um 20, 21.30 und 22.30 Uhr zeigen das Depot in historischem Licht und die Licht-, Schatten- und Klangperformance „Findet mich das Glück“ erhellt und verdunkelt das Depot um 19.30 Uhr, 21, 23 und 1 Uhr. Daneben gibt es Künstlerateliers zu bestaunen, Kreativworkshops für Groß und Klein und DJ Martini mit groovigen Sounds an den Plattentellern. Das alles in der wunderschönen Architektur und großartigen Atmosphäre der einstigen Straßenbahnhauptwerkstatt der städtischen Verkehrsbetriebe – heute ein Ort voller kreativer Energie.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Schauspiel Dortmund bei der Extraschicht

Szene aus "Picknick im Felde"
Das Schauspiel Dortmund ist mit zwei Programmen bei der diesjährigen Extraschicht am kommenden Samstag, 28. Juni, vertreten. Der Sprechchor des Schauspiels tritt mit Texten aus der „Hamletmaschine“ und von Bertolt Brecht auf dem Roten Platz in der Kokerei Hansa (Emscherallee 11, Dortmund) in der Zeit von 18 bis 21 Uhr immer zur vollen Stunde auf. Außerdem zeigt der Jugendclub des Schauspiels „Theaterpartisanen“ die Anti-Kriegs-Parabel „Picknick im Felde“ von Fernando Arrabal um 19 Uhr auf dem Industriegelände der ehemaligen „Henrichshütte“ in Hattingen (Werksstraße 31-33).

Mittwoch, 25. Juni 2014

Aufführungen von Rossinis „L’Italiana in Algeri“ im Konzerthaus entfallen – Cecilia Bartoli sagt Rollendebüt krankheitsbedingt ab

Cecilia Bartoli musste aus gesundheitlichen Gründen Ihre Teilnahme an den beiden lange erwarteten Aufführungen der „Italiana in Algeri“ am kommenden Freitag und Sonntag im Konzerthaus Dortmund absagen.

„Nach Erwägung aller Möglichkeiten haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen“, so Intendant Benedikt Stampa, „die beiden Aufführungen abzusagen. So sehr waren die Konzerte auf Cecilia Bartolis Person und ihre Stimme zugeschnitten – es sollte ihr Rollendebüt als Isabella in Gioachino Rossinis Opera buffa sein –, dass eine Aufführung ohne sie nicht denkbar ist. Sie ist untröstlich, dass sie nicht singen kann.“

Neben Cecilia Bartoli war ein hochrangiger Cast mit den Solisten Simone Alaimo, Rebeca Olvera, Liliana Nikiteanu, Peter Kálmán, Maxim Mironov, und Carlos Chausson sowie die Chorakademie am Konzerthaus Dortmund und das L'Ensemble Matheus unter Jean-Christophe Spinosi vorgesehen. Bereits 2010 hatte Cecilia Bartoli ihr aufsehenerregendes Debüt als „Norma“ im Konzerthaus Dortmund gegeben. Die beiden Aufführungen von „L’Italiana in Algeri“ sollten vor vollem Haus stattfinden.

Das Konzerthaus erstattet seinen Kunden den Kartenpreis zurück. Hierfür wird um Kontaktaufnahme mit dem Ticketing unter T 0231 - 22 696 200 gebeten.

Dienstag, 24. Juni 2014

Busfahrt zu Ehren Jan Bormanns

Jan Bormann
Di 08.07.14, 10.00 bis ca. 17.00 Uhr JAN BORMANN ZUM 75. GEBURTSTAG - Busfahrt zu seinen Werken

zum Auftakt der Sommerferien am Dienstag, dem 8. Juli 2014, bietet die „Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum“ anstelle eines Kunst-Spaziergangs eine Bustour an, um den Künstler Jan Bormann zu ehren.

Diese Ehrung hat zweierlei Gründe: Zum einen ist der Künstler gerade 75 Jahre alt geworden, zum anderen ist Jan Bormann mit 27 Werken im öffentlichen Raum Dortmunds vertreten und somit aus unserem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Zuletzt entstanden die „Flüsterbrücke“ am Phoenixsee und das „Deportationsdenkmal“. Doch auch über Dortmund hinaus ist er mit imposanten Werken vertreten, die Station dieser Kunstfahrt sein werden.

Hierzu gehören die Landmarken „Spurwerkturm“ (Waltrop), „Sonnenuhr mit Geo-Kreuz“ und „Schweriner Ring“ (beide Castrop-Rauxel). Beendet wird die Reise mit dem Besuch des Ateliers von Jan Bormann, bevor der Bus die Gruppe wieder zurück nach Dortmund fährt.

Begleitet wird diese Reise von Frau Dr. Pahlke und Herrn Weick, wie vom Künstler selbst, der auch die Route ausgearbeitet hat. Mittags gibt es eine Pause bei Manufactum. Wenn Sie sich für diese Fahrt an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Telefon (0231) 50-2 55 25 durch Entrichten der Teilnahmegebühr 20€ oder 15€* anmelden, teilen Sie bitte mit, ob Sie am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen wollen. Gäste von außerhalb erhalten eine Rechnung.

Montag, 23. Juni 2014

HMKV präsentiert Video des Monats

Der HartwareMedienKunstVerein stellt sein Video des Monats Juli vor und schreibt dazu:
In der seit März 2014 laufenden Serie HMKV Video des Monats stellen wir im monatlichen Wechsel aktuelle Videoarbeiten internationaler KünstlerInnen vor. Das Video des Monats Juli wurde von Dr. Inke Arns ausgewählt, der Künstlerischen Leiterin des HMKV.

Workers leaving the Googleplex dokumentiert einen Vorfall in Googles Hauptsitz im kalifornischen Mountain View im September 2007. Der US-amerikanische Künstler Andrew Norman Wilson arbeitete dort ein Jahr für Google und lernte in dieser Zeit das Klassensystem der Firma kennen.

Wilson war ein sogenannter „Contractor“ und trug ein rotes Namensschild. Andere Google-Mitarbeiter waren durch weiße und grüne Namensschilder gekennzeichnet. Die Arbeiter erster Klasse – festangestellte Programmierer, Entwickler oder Manager mit weißen Namensschildern – genießen Privilegien wie Skiurlaub oder Gourmet-Menüs. Die meisten von ihnen sind weiß und gehören der Mittelschicht an. Die Arbeiter vierter Klasse – die sogenannten Scan-Ops, die Bücher für das umstritteneGoogle Book Search-Projekt scannen – tragen gelbe Namensschilder, sind größtenteils Afroamerikaner oder Latinos, genießen gar keine Privilegien, beginnen morgens um 4:00 Uhr mit der Arbeit und müssen nach Schichtende um 14:15 Uhr den Google-Campus sofort verlassen. Genau für diese Scan-Ops interessierte sich jedoch der Künstler. Er filmte sie beim ‚Verlassen der Fabrik’, machte einige Interviews mit den Yellow Badges und wurde daraufhin umgehend entlassen.

Andrew Norman Wilsons Bericht über diesen Vorfall hat etwas Kafkaeskes. Das Video, dessen Bilder unter anderem besagte Scan-Ops beim Verlassen des Firmengebäudes zeigen, dokumentiert vor allem die paranoide (Argumentations-)Struktur des Unternehmens. Der Titel Workers leaving the Googleplex nimmt dabei Bezug auf den berühmten Film der Gebrüder Lumière Arbeiter verlassen die Lumière-Werke von 1895. Wilson stellt so einen direkten Bezug zwischen den Arbeitern von damals und denen im heutigen Informationstechnologie-Sektor her.

Andrew Norman Wilson (US, 1983) ist Absolvent der renommierten School of the Art Institute of Chicago (Master of Fine Arts 2011) und lebt und arbeitet in New York. Seine Arbeiten wurden in internationalen Gruppenausstellungen und auf Festivals gezeigt, zuletzt u.a. im Palais de Tokyo, Paris (2014), Centre Pompidou, Paris (2014), Anthology Film Archives, New York (2014), beim Impakt Festival, Utrecht (2013), Bétonsalon, Paris (2013), transmediale, Berlin (2013), Artefact Festival, STUK Arts Centre, Leuven (2012) und im Goethe-Institut (Max Mueller Bhavan), Kalkutta (im Rahmen von INDUSTRIAL on Tour des HMKV 2012). 2013 war er Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart.


HMKV Video des Monats

1. - 31. Juli 2014

Andrew Norman Wilson
Workers Leaving the Googleplex
HD Video, 11:04 Min., US 2009 - 2011
Englisch


Das Video des Monats Juli wurde von Dr. Inke Arns ausgewählt.
Ort:
Das HMKV Video des Monats wird im Foyer/Bookshop des HMKV gezeigt (Dortmunder U, 3. Etage).

Eintritt:
Der Eintritt zum HMKV Video des Monats ist frei.

Parallel läuft ab dem 5. Juli 2014 (Eröffnung am 4. Juli 2014, 19:00 Uhr) die Ausstellung "Jetzt helfe ich mir selbst" - Die 100 besten Video-Tutorials aus dem Netz (bis einschließlich 31. August 2014, Eintritt frei).

Sonntag, 22. Juni 2014

9. Dortmunder Schul- und Jugendtheaterfestival läuft vom 23. bis 27. Juni

Hier kommt das Programm vom 9. Dortmunder Schul- und Jugendtheaterfestival vom 23. Juni bis 27. Juni 2014







Montag, 23. Juni 2014, 11.30 Uhr
Theater Fletch Bizzel
Wenn die Zeit schläft
Jungferntal-Grundschule
Die „Theaterlibellen“ gehen in ihrer selbst erfundenen Geschichte auf eine abenteuerliche Reise, die Rosa und Jo durch die Silvesternacht unternehmen. Sie landen in einem verhexten Land, wo die Zeit schläft, die Jahreszeiten vertauscht sind und die Hexe immer Geburtstag hat. Die beiden treffen Wesen und Menschen, die mit diesem Zustand unzufrieden sind. Sie wollen helfen. Wie? Das verrät die Vorstellung!

Montag, 23. Juni 2014, 15.00 Uhr
Theater im Depot
Kabale und Liebe – mal anders
Leibniz-Gymnasium
Kabale und Liebe – Liebe und Kabale. Kabale? Was ist das eigentlich, Kabale? Kabale ist altmodisch. Kabale ist Intrige. Kabale ist andere fertig machen.
Andere fertig machen – das passiert jeden Tag. Ist Kabale wirklich so altmodisch? Hat das was mit uns zu tun? Für den Literaturkurs ist Kabale hochaktuell – und das wird überraschen.

Montag, 23. Juni 2014, 17.00 Uhr
KJT
ERÖFFNUNG!
Was ein Festival ist, muss offiziell eröffnet werden. Es gibt eine rasante Akrobatikshow mit Musik zum Thema „Farbverläufe“ mit dem Zirkusteam „MaLuKiZi“ der Martin-Luther-King-Gesamtschule, einen Vorgeschmack auf die Stücke und mehr.
Moderation: Lioba Sombetzki und Elisabeth Szwillus

direkt anschließend:
Tuishi pamoja (Swahili: "Wir wollen zusammen leben")
Berswordt-Grundschule
Machen Streifen wirklich doof? Und stimmt es, dass man mit langhalsigen Tieren sowieso nicht vernünftig reden kann? Wichtige Fragen für das Giraffenkind Raffi und das kleine Zebra Tea. Seit Jahren leben ihre Herden nebeneinander, aber reden sie miteinander? Zum Glück sind da noch die pfiffigen Erdmännchen. Und der Angriff der Löwen, der ausnahmsweise mal was Gutes bewirkt. Der Tanz der Traumgeister hilft den Tiergruppen, ihre Vorurteile aufzugeben.

und danach:
Party für alle mit DJ …

Dienstag, 24. Juni 2014, 11.00 Uhr
KJT
Blocksbergträume – eine kleine Hexe will mehr
Diesterweg-Grundschule
Eine kleine Hexe träumt davon, endlich beim alljährlichen Hexenball auf dem Blocksberg mitreiten zu dürfen. Als ihr die Wartezeit zu lang wird, mischt sie sich unerlaubterweise unter das tanzende Hexenvolk. Prompt wird sie erwischt. Sie muss versprechen, eine ausgesprochen "gute" Hexe zu werden und das Hexenbuch in- und auswendig zu lernen, damit sie endlich richtig dabei sein darf. Ob die Träume in Erfüllung gehen, wird sich zeigen ...

Dienstag, 24. Juni 2014, 18.00 Uhr
KJT
Forumtheater: Kann Theater die Welt verändern?
Gesamtschule Scharnhorst
Lässt man Ali allein draußen stehen, nachdem der Türsteher ihn als einzigen aus der Gruppe nicht in die Disco gelassen hat? Versucht man den Türsteher zu bestechen? Oder hält man als Gruppe zusammen und geht entweder mit allen in den Club oder gar nicht? Kein fertiges Stück, das Publikum diskutiert, entscheidet und spielt mit.

Dienstag, 24. Juni 2014, 19.00 Uhr
Theater Fletch Bizzel
Das Gauklermärchen
Reinoldus-Schiller-Gymnasium
Die Zeiten sind schlecht für die kleine Gauklertruppe. Sie müssen ihre Zelte abbrechen, denn Bagger beginnen mit den Bauarbeiten für eine neue Chemiefabrik. Doch Rettung scheint nahe: Der Chemiekonzern bietet ihnen ein lukratives Engagement als Werbezirkus an. Einzige Bedingung: das geistig behinderte Mädchen Eli stört den schönen Schein und soll verschwinden. Da erzählt der Clown die Geschichte von einem Morgen-Land ohne Profitdenken und Geldgier, einem Land, in dem Fantasie und Menschlichkeit herrschen.

Dienstag, 24. Juni 2014, 19.30 Uhr
KJT
Radikal WIRklICH
Schauspiel Dortmund, Theaterpartisanen (Jugendclub)
WIR sind wirklich. WIR sind da zu Haus, wo W-Lan ist. ICH bin immer online, vor dem Bildschirm, gedanklich im Bildschirm. WIR rennen und kämpfen gemeinsam …
ICH bin all das, was geschieht, was geschehen ist und was geschehen wird. Bei 200 Likes rasiere ICH mir die Haare. Radikal. WIR haben Angst vor Clowns, ICH habe Angst vor Frauen. Es ist gut, dass WIR zusammen hier sind …Wirklich.

Mittwoch, 25. Juni 2014, 10.00 Uhr
Theater Fletch Bizzel
L – wie Lippenstift und Liebe
Theodor-Heuss-Realschule
Es geht um Freundinnen, Freunde, erste Liebe, Eifersucht, Schminken, Eltern, Sport und vieles mehr – in offener Theaterform. Die Mädchenrevue ist für Jugendliche zwischen 13 und 16. Unterschiedliche Mädchen, unterschiedliche Gedanken und Erfahrungen. Einmal gibt es realistische Szenen – so, wie sie gewesen sein könnten. Aber dann auch Verfremdungen, Brüche und „Querschläger“.


Mittwoch, 25. Juni 2014, 14.00 Uhr
Theater im Depot
Control of Joy
Kulturgrube e.V.
Alex und Joy sind zusammen. Aber als Damian in die Klasse kommt, scheinen die Karten neu gemischt. Während Alex sich nicht nur in der Schule gegen seine Lehrer und Mitschüler durchsetzen muss, ist Joy hin- und hergerissen zwischen Treue und Abenteuerlust. Ihre Freundinnen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Auf der Hausparty bei Alex eskaliert die Situation. Ein Stück über Selbst- und Fremdbestimmung, Freundschaft und Manipulation.

Mittwoch, 25. Juni 2014, 16.00 Uhr
KJT
Bilder einer Ausstellung
„Die Dorney Kids“, Grundschule Am Dorney
Ein Museumsbesuch - wie laaaangweilig!! … Aber was würde passieren, wenn die Bilder plötzlich lebendig würden? Oder miteinander tanzen? Vielleicht sogar von einem Bild ins andere wechseln…? Dann könnte selbst ein Museumsgang unterhaltsam werden, oder?

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19.00 Uhr
Theater im Depot
PENG!
TheaterWerkstatt Westfalenkolleg
Die Schule, das Studium, das anstehende Berufsleben, die Kriege, die Krisen, natürliche und unnatürliche Katastrophen - alle verlangen und alles verlangt Disziplin? Dada hält dagegen: Willkür, Zufall, Spiel. Der Anfang von PENG ! greift diese dadaistische Geste auf. Es schwingt sich ein, es entsteht Rhythmus. Ein Spiel beginnt, das sich mit der nahenden Katastrophe beschäftigt. Sinnvoller Umgang? Gibt es nicht! Dada macht Mut.

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19.00 Uhr
Theater Fletch Bizzel
Zukunftsträume
Helene-Lange-Gymnasium, Literaturkurs
Die Theatercollage setzt sich mit dem Thema Zukunft auseinander. Eine Abiturklasse, die nun vor einem neuen und unbekannten Lebensabschnitt steht, schaut zurück und betrachtet, was sie hinter sich lässt, schaut nach vorn, philosophiert über Ängste, Freuden, Pläne, Befürchtungen, eigene und Erwartungen anderer zu dem, was auf sie zukommt.

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19.30 Uhr
KJT
Die Schule der Piraten
Leibniz-Gymnasium
Timo Kleinschmitt ist ein absoluter Piratenfan, der gern Piratenbücher liest. Durch einen Zauber werden er und seine Schwester Tina ins Jahr 1710 auf die Pirateninsel Totumba verschlagen. Sie stellen schnell fest, dass in der Piratenkneipe eine Piratenschule betrieben wird, in der die Jungpiraten lernen, gemein zu sein. Timo ist anfangs ganz begeistert, doch schnell stellt er fest, dass es zu Hause doch irgendwie schöner war. Nur blöd, dass das Piratenbuch mit dem Rückkehr-Zauberspruch zu Hause auf dem Küchentisch liegt …

Donnerstag, 26. Juni 2014, 9.00 Uhr
Theater im Depot
Big Spot
Regionales Bildungsbüro und Kulturbüro in Zusammenarbeit mit Birgit Götz
Ein Jahr haben Kinder und Jugendliche im NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ in Projekten entworfen und gebaut, gefilmt, getanzt, Theater gespielt, gesungen und musiziert. Zum siebten Mal bietet das Theater im Depot die Bühne für die Performances, während die Arbeiten aus den Bereichen Bildende Kunst und Medien vom 27. Juni bis zum 7. September ihre Plattform auf der U2 im Dortmunder U finden.

Donnerstag, 26. Juni 2014, 10.00 Uhr
Theater Fletch Bizzel
Traum mit Fortsetzung
Ostenberg-Grundschule
Das Mädchen Emma träumt sich eines Tages in ein Puppengeschäft. Dort bekommt sie einen alten Nussknacker geschenkt. Emma kann ihn zum Leben erwecken. Er erzählt ihr, dass er früher ein Offizier war und im Land Jakonda lebte. Ein böser Fledermauskönig hatte ihn verzaubert. Er bittet Emma, ihn auf dem Weg nach Jakonda zu begleiten, um seine Freunde zu befreien. Ob es ihnen gelingt, den bösen Fledermauskönig zu vertreiben?

Donnerstag, 26. Juni 2014, 18.00 Uhr
Theater im Depot und Theater Fletch Bizzel
Fußball-Rudelgucken
Heute spielt Deutschland bei der Fußball-WM. Theater ist hier die Schwalbe im Strafraum. Aber: Fußball und Theater lassen sich wunderbar miteinander verbinden, wenn man gleich im Theater vor der Vorstellung guckt!

Donnerstag, 26. Juni 2014, 20.00 Uhr
KJT
Identität: Pina
Junges Ensemble der Theaterwerkstatt im Theater im Depot
Szenen und Geschichten aus dem Leben: Pina ist Tochter, Freundin, Kollegin, Nachbarin, Bekannte und vieles mehr. Doch die Hauptperson taucht nie auf. Die verschiedenen Blickwinkel der anderen Figuren kreisen um Pina und zeigen sie in ihren unterschiedlichen Aspekten. Spielerisch entsteht das Kaleidoskop einer jungen Frau im Spannungsfeld zwischen Identität und Wahrnehmung.

Donnerstag, 26. Juni 2014, 20.00 Uhr
Theater im Depot
Kein Stück über Liebe
Junge Tanzwerkstatt im Theater im Depot
In der Liebe und beim Sex ist mittlerweile so gut wie alles erlaubt. Tabus gibt es kaum noch und selbst Waschmittelwerbung ist ungemein sexy. Sex-Hotline und Ganzkörperrasur sind Alltagserscheinungen. Aber „oben ohne“ am Strand oder ein handgeschriebener Liebesbrief? Wer macht das denn noch? Mit Sprache, Tanz, Witz und Nachdenklichkeit gehen die Jugendlichen der Frage nach, ob es noch lohnt, sich mit der Liebe zu befassen.

Donnerstag, 26. Juni 2014, 20.00 Uhr
Theater Fletch Bizzel
Arsen und Spitzenhäubchen
Leibniz-Gymnasium
Mortimer hat geheiratet und besucht vor der Abreise in die Flitterwochen seine liebenswerten alten Tanten. Doch dann entdeckt er in der Truhe unter dem Fenster einen Toten. Und muss feststellen, dass die Tanten im Keller noch ein paar weitere Leichen beerdigt haben. Eine rabenschwarze Komödie nimmt ihren rasanten Lauf.

Freitag, 27. Juni 2014, 15.00 Uhr
Theater im Depot
Spurwechsel
Reinoldus-Schiller-Gymnasium, Literaturkurs
Wodurch wird ein Lebensweg festgelegt oder beeinflusst? Wann werden die Weichen gestellt? Nach dem Abitur? In der Kindheit? Oder sogar schon im Mutterleib …? Was passiert, wenn man dem Erwartungsdruck von Eltern, Schule, Freunden nicht standhalten kann? Oder vor lauter Eitelkeit nicht merkt, dass einem die Freunde davonlaufen?
Es ist nicht immer leicht, die Spur zu wechseln und einen neuen, eigenen Weg einzuschlagen. Ein Tanz- und Bewegungstheaterstück.

Freitag, 27. Juni 2014, 19.00 Uhr
Theater im Depot
Das Dschungelbuch als Zirkustheater
Lampenfieber e. V.
Mogli, der kleine Menschenjunge, wird von den Wölfen aufgenommen. Zusammen mit den anderen Wolfskindern erlebt er eine Menge Abenteuer im Dschungel. Auf dem Stundenplan steht neben Seiltanz und Kugellauf auch das Erlernen der Regeln des Dschungels. Eines Tages wird der Menschenjunge sogar von einer gemeinen Affenschar entführt und mit auf das Trapez genommen … Was geschieht wohl noch alles?

Freitag, 27. Juni 2014, 19.00 Uhr
Theater Fletch Bizzel
Ich in Dortmund
PSG Kratzbürste
Selbstentwickelten Szenen zeigen persönliche Momente aus dem Leben als ein „Ich in Dortmund“. Es geht um Träume, Wünsche, Zukunftsvisionen und Irritationen, denen junge Menschen in ihrem Alltag unterliegen. Oder wer würde die vielleicht wichtigste Entscheidung des Lebens einem imaginären Müllmännchen überlassen?
Die Antwort auf diese und viele andere überraschende Fragen gibt es hier.





















Samstag, 21. Juni 2014

NRW-Theatertreffen: "JR" holt den Hauptpreis


Ich bin fast ein bisschen sauer auf mich selbst, dass ich mir für das NRW-Theatertreffen keinen Urlaub genommen habe. Man hätte so viel sehen und erleben können, wenn man mehr Zeit gehabt hätte. Immerhin war ich an vier Abenden dabei und habe da den Geist der Kreativität gespürt, der über dem Schauspielhaus schwebte, um es mal ein wenig pathetisch auszudrücken. Es ist natürlich viel abwechslungsreicher, vier Stücke von vier verschiedenen Ensembles zu sehen, als vier Stücke von ein und demselben Ensemble.

Es hat mir auch gefallen, dass so viele junge Leute im Theater waren. Da muss einem um die Zukunft nicht bange sein – zumindest in Dortmund.

Die sechsköpfige Fachjury vergab insgesamt drei Preise und zeichnete die Uraufführung „JR“ der Wuppertaler Bühnen als beste Inszenierung aus (Regie: Marcus Lobbes). Außerdem wurde die beste Ensemble-Leistung für „Die Orestie“ aus Oberhausen gewürdigt. Als bester Schauspieler wurde Stefko Hanushevsky für seine Leistung in „Der gute Mensch von Sezuan“ des Schauspiel Köln ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt 2500,- Euro für die beste Regie, 1000,- Euro für die beste Ensemble-Leistung und 500,- Euro für den besten Schauspieler. Die Fachjury begründete ihre Entscheidung für Stefko Hanushevsky als besten Schauspieler mit „Strahlkraft und starker Spiel-Intelligenz, leichtfüßigem Spiel und großem komödiantischen Talent“. In der Begründung für das beste Ensemble heißt es, die Oberhausener Schauspieler schaffen „ein auf diesem Niveau sehr seltenes, berührendes, psychologisches Einfühlungstheater“. Für die beste Inszenierung „JR“ habe es eine Mehrheit in der Fachjury gegeben, weil sie unter anderem auf
intelligente Weise „auf den Kampf der Kunst im System der Finanzen“ verweise.


Preis der Jugendjury und Publikumspreis

Die sechsköpfige Jugendjury entschied sich für „Die deutsche Ayşe – Türkische Lebensbäume“ des Theater Münster als beste Inszenierung (Regie: Tuǧsal Moǧul), die für die Auszeichnung ein Preisgeld von 1000,- Euro erhält. Die Jugendjury lobte die Aktualität und Spannung der Inszenierung. Neben den beiden Jurys konnte auch das Publikum für seinen Favoriten abstimmen und wählte ebenfalls „Die deutsche Ayşe“ des Theater Münster.

Ausgerichtet wurde das NRW Theatertreffen 2014 vom Schauspiel Dortmund. Unter dem Motto „Theater und Virtualität“ zeigte das Theater neben den zehn Wettbewerbs-Inszenierungen auch Panels und Performances zum Thema sowie die Gewinner des Westwind-Festivals, ein buntes Konzertprogramm und Filme.

Die Preisverleihung.  Foto: Schröter

Freitag, 20. Juni 2014

NRW-Theatertreffen: Toller Abend mit "gutem Mensch von Sezuan"


Ich bin sehr begeistert vom „guten Menschen von Sezuan“ des Schauspiels Köln – zu sehen beim NRW-Theatertreffen am Schauspiel Dortmund. Die Charaktere des Brecht-Stücks werden abwechselnd von echten Schauspielern und Puppen dargestellt, was nicht nur für Abwechslung, sondern auch eine ganz eigene Ästhetik in dem Drei-Stunden-Stück sorgt. Wahnsinn, wie lebensecht die Puppenspieler ihre Puppen erscheinen lassen. Da sitzt jede Kopfdrehung und jedes Atem holen. Das ist manchmal fast ein bisschen gruselig, weil die Illusion allzu echt wirkt.

Und noch einen anderen Effekt haben die Puppen, die teils wie aus der Muppet-Show entlehnt wirken: Sie sind ein gutes Mittel gegen die heute denn doch womöglich etwas überkommene, oberlehrerhaft wirkende und pathetische Grundaussage des Kommunisten Brecht: Ein guter Mensch muss im Kapitalismus scheitern.

Beim Schlussapplaus habe ich mich gefragt, warum die vielen anderen Schauspieler, die doch ganz offenkundig ebenfalls an dem Stück beteiligt gewesen waren, eigentlich nicht auf die Bühne kommen. Erst da ist mir klar geworden, das sämtliche Rollen nur von sechs oder sieben Schauspielern gespielt werden, die sich somit als ausgesprochen vielseitig erwiesen hatten.


Und wieviel Spaß die Akteure an ihren Rollen haben, bewiesen sie sogar in der Pause auf dem Vorplatz, wo die meisten Zuschauer standen und Bier tranken. Plötzlich erschienen zwei Schauspieler, stellten sich auf eine der Sitzgelegenheit aus Paletten und spielten einfach weiter. Auch eine der Puppen – eine Matrone im Rollstuhl – war dabei und pöbelte die Zuschauer an: „Sie erinnern mich an meinen zweiten Ehemann“ oder „Finden Sie, dass eine Lederjacke die richtige Kleidung für die Hochzeit meines Sohnes ist ?“. Dieser Pauseneinsatz, der zur Inszenierung gehört und nicht etwa spontan war, wirkte enorm frisch und sympathisch.

Für mich ist „Der gute Mensch von Sezuan“ nach „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ der zweite Favorit auf einen der Preise bei diesem Festival.

Szene aus "Der gute Mensch von Sezuan"
Foto: Klaus Lefebrve

Donnerstag, 19. Juni 2014

NRW-Theatertreffen: "Kasimir und Karoline" nicht gelungen


Gut, ich gebe es zu: Ich habe „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horvath nicht gelesen, aber ich habe andere Sachen von ihm gelesen – zum Beispiel „Geschichten aus dem Wienerwald“. Daher weiß ich, was diesen Autor ausmacht: sein lakonisch liebevoller Blick auf die sozial Benachteiligten der Gesellschaft, die Poesie seiner Sprache, die Bedeutung, die zwischen den Zeilen steckt.

Von alldem ist leider in der schrillen und überlangen und überladenen Inszenierung des Schauspielhauses Düsseldorf rein gar nichts zu spüren. Marianne Salzmann hat für diese Neufassung, die das Münchner Oktoberfest in die Rheinkirmes in Düsseldorf verwandelt, alles entfernt, was Horvath auch heute noch lesenswert macht.

Und das ist verdammt schade: Denn im Gegensatz zu „Minna von Barnhelm“, das ein paar Tage vorher beim NRW-Theatertreffen zu sehen war und heute weitgehend irrelevante Ehrvorstellungen thematisiert, hätte uns „Kasimir und Karoline“ heute sehr wohl noch etwas zu sagen: Horvath seziert das Proletariat, die sozial Benachteiligten, und legt dar, warum die Menschen aus diesen Milieus selten eine wirkliche Chance haben, sozial aufzusteigen – unter anderem auch, weil die Vertreter anderer Milieus gar kein Interesse daran haben. Das ist in Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit und einer Verarmung der Gesellschaft ein sehr aktueller Stoff.

Doch was machen die Düsseldorfer daraus? Eine auf die Landeshauptstadt bezogene langatmige Lokalposse, die außerhalb Düsseldorfs schon weit weniger Menschen interessieren dürfte, mit Versatzstücken, die rein gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Zu Letzteren gehört eine viel zu lang geratene Hamlet-Parodie, die in puren Klamauk ausartet, und ein Ausflug eines der Schauspieler ins Publikum: Er fragt die Besucher, ob sie schon mal arbeitslos waren, wie viel sie verdienen und so weiter. Das mag als pädagogische Maßnahme im Jugendtheater durchgehen, im Theater für Erwachsene ist es vor allem zweierlei: peinlich und überflüssig.

Bekanntlich steckt das Düsseldorfer Schauspielhaus in der Krise. Wer diese Inszenierung gesehen hat, kann erahnen, warum.


Szene aus "Kasimir und Karoline", Foto: Sebastian Hoppe




Mittwoch, 18. Juni 2014

U-Turm: Fotofestival Schau läuft vom 20. bis 22. Juni

Nach einer erfolgreichen Startphase im Jahr 2013 geht SCHAU – Ein Fotofestival in Dortmund in die nächste Runde.

Vom 20. bis 22. Juni 2014 präsentieren 36 ausgesuchte Fotografen ihre Arbeiten im Dortmunder U und sind an den drei Festival-Tagen vor Ort, um sich mit dem Publikum auszutauschen - täglich ab 11 Uhr.

Das umfangreiche Rahmenprogramm mit Vorträgen und Filmen zeigt aktuelle Tendenzen im Umgang mit dem Medium Fotografie.

Ausgewählt wurden die Werke von einer Expertenrunde aus Fotografen und Kuratoren: Hester Keijser, Tobias Zielony, Martin Parr, Damian Zimmermann und das Künstlerduo Taiyo Onorato & Nico Krebs haben Fotografen nominiert, die sie für wichtige neue Protagonisten der Fotografie halten.

Brigitte Buberl, Markus Schaden und Wilhelm Schürmann waren die Juroren des "Open Call" und die Folkwang Universität der Künste und die TU Dortmund entsenden Studierende, deren Werk den aktuellen Stand der Ausbildung an der jeweiligen Institution reflektiert.

Bei aller Vielfalt fotografischer Positionen lassen sich gerade bei der Expertenauswahl thematische Schwerpunkte ausmachen. So lenkt Martin Parr das Augenmerk auf interessante neue Formen der inszenierten Dokumentarfotografie. Die in den Niederlanden lebende Kuratorin Hester Keijser stellt Fotografen vor, die in unterschiedlicher Weise mit dem Nahen und Mittleren Osten verbunden sind.

Dienstag, 17. Juni 2014

Musikfestival Klangvokal startet ins Finale

Das Musikfestival Klangvokal bietet folgendes Programm zum Finale:

Fjarill | Mittwoch, 18. Juni 2014 20 Uhr | domicil, Karten: 19,50 Euro (ermäßigt 14 Euro)

Seit zehn Jahren besticht das Folk-Duo Fjarill mit einem einzigartigen Mix aus klangschöner Popmusik und atmosphärischem Folk. Im Jahr 2011 wurden die Schwedin Aino Löwenmark und die Südafrikanerin Hanmari Spiegel mit dem deutschen Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet. Ein wohltuender Ruhepol auf dem von immer heftigeren Stürmen heimgesuchten Ozean des Musikgeschäfts. In Dortmund präsentiert sich das Duo so direkt, persönlich und offenherzig verletzlich, dass man die berühmte Stecknadel fallen zu hören glaubt.

Als Special Guest an diesem Abend in Dortmund dabei: Hans-Georg Spiegel am Akkordeon!

Ensemble La Chimera | Freitag, 20. Juni, 20 Uhr, Orchesterzentrum|NRW

Im Meer der Erinnerungen begegnen sich das Barockensemble La Chimera aus Buenos Aires und Sänger und Musiker aus Venezuela, dem Senegal und Kuba. Alles dreht sich um die Musik, die aus einem dunklen Kapitel der Geschichte hervorgegangen ist: Der Verschleppung der Afrikaner auf karibische Plantagen im 17. Jahrhundert. Mit großer Entdeckerfreude spüren die Musiker und Sänger der karibischen Musik und ihren europäischen wie afrikanischen Ursprüngen nach. 

Und damit sich niemand hungrig auf diese lebendige musikalische Reise begeben muss, ist im Foyer mit afrikanischen und karibischen Gaumenfreuden und Cocktails für Proviant gesorgt.


Falvetti: Il diluvio universale | Sonntag, 22. Mai, 19.30 Uhr, St. Reinoldikirche: Abschlusskonzert

Ein vitales Wunderwerk ist das von dem Sizilianer Falvetti 1682 komponierte Oratorium „Il diluvio universale“. Erweist sich „Die Sintflut“ doch eher als sizilianisch-sinnliche Vollblut-Oper denn als Oratorium: Wo hätte man sonst je erlebt, dass ein bleich geschminkter Tod Tarantella tanzend durch das Kirchenschiff zieht? Unter dem Taktstock des Südamerikaners Leonardo García Alarcón wütet und stürmt die exquisite Cappella Mediterranea, stimmgewaltig unterstützt vom Kammerchor Namur und den ausgezeichneten Solisten.

Montag, 16. Juni 2014

Auszeichnung für Daniel Hengst

Daniel Hengst.
Videokünstler Daniel Hengst ist am Donnerstag, 12. Juni, in Mannheim mit dem Dr. Otto-Kasten-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis wird im Zweijahresrhythmus von der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein an junge Theaterschaffende vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an zwei Gewinner. Neben Daniel Hengst wird auch die Sopranistin Olivia Delauré ausgezeichnet. Hengst ist seit der Spielzeit 2010/11 am Schauspiel Dortmund tätig und hat hier mit Martin Laberenz gearbeitet und mit Schauspielintendant Kay Voges wichtige Arbeiten wie „Der Meister und Margarita“ und „Einige Nachrichten an das All“ realisiert, was mehrere Preise erzielte. Sein Operndebüt gab er im Dezember 2013 mit Kay Voges’ Inszenierung von „Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf Wartburg“ an der Oper Dortmund.

Sonntag, 15. Juni 2014

NRW-Theatertreffen: "Minna von Barnhelm" ist nicht mein Fall

Vom zweiten Abend beim NRW-Theatertreffen bin ich nicht ganz so hingerissen wie vom Auftakt.

Aber zuerst das Positive: „Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück“ vom Theater Bielefeld bietet viele witzige Regieeinfälle, die trotz der Länge des Stücks von über zweieinhalb Stunden Spielzeit keine Langeweile aufkommen lassen. Die körperlich ganz offensichtlich topfitten Schauspieler agieren teils schon fast akrobatisch auf einer schrägen Ebene, sodass es Spaß macht, ihnen dabei zuzuschauen. Sie wirken frisch, jung und voller Energie.

Minna (links) und ihre Zofe Franziska
Aber ich frage mich, ob der Lessing-Stoff aus dem 18. Jahrhundert heute überhaupt noch jemanden interessiert. Vielleicht gibt es einfach auch bestimmte Klassiker, bei denen es nicht so überaus tragisch wäre, wenn man sie ganz langsam dem Vergessen anheimstellen würde.  Ja, ja, ich höre schon den Aufschrei. Man sagt ja immer, der Regisseur habe etwas mächtig „entstaubt“. Das lässt sich sicherlich auch hier sagen. Aber man kann ein Stück ja auch immer nur bis zu einem gewissen Grad „entstauben“. Der Kern muss ja erhalten bleiben, sonst ist es nicht mehr die „Minna von Barnhelm“. Und im Kern dieses Stückes geht es nun mal um eine heute sehr antiquiert wirkende Fragestellung: Darf ein entehrter und armer Mann eine sozial über ihm stehende reiche Frau heiraten? Mal ehrlich: Gibt es in Westeuropa noch ernsthaft irgendwo jemanden, der sich für ein solches Thema interessiert? Und wenn es ihn gäbe, würde man ihm doch einen Vogel zeigen, oder?


Das Ende ist ein Rausch aus Liebe, Sex und Zuneigung. Da fragt man sich so’n bisschen, ob da nicht der Kitsch etwas zu sehr durchschlägt. Aber ist alles original Lessing. Da kann der Regisseur wenig machen. Ich glaube ich gründe einen Verein zur Verbannung einiger Klassiker in die Archive, wo sie dann gerne *ver*stauben dürfen. Die „Minna von Barnhelm“ ist ein erster Kandidat.

Samstag, 14. Juni 2014

Rundum gelungener Auftakt des NRW-Theatertreffens

Ich war restlos begeistert vom Auftakt des NRW-Theater-Treffens am Freitag im und am Schauspielhaus. Auf dem Vorplatz herrschte eine beschwingt-fröhliche Festival-Atmosphäre mit Strandkörben, Live Musik, Wein und Bierständen, und drinnen war das erste Stück, „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ des Schauspielhauses Bochum, ein absoluter Knaller, den die Zuschauer am Ende zurecht mit Standing Ovations belohnten.

Szene aus "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik"
Foto: Arno Declair
Es ist erstaunlich, welche Poesie, welche Stimmungen und Atmosphären Theater entfachen kann. In Anlehnung an den Film von Aki Kaurismäki geht es um ein armes Mädchen, das in einer menschenfeindlichen stupiden Fabrik arbeitet und bei tumben Menschen – ihrer Mutter und ihrem Stiefvater – leben muss. Das Stück kommt fast ohne Worte aus.  Daraus entsteht ein Schweigen, das die gesamte Atmosphäre noch viel beklommener macht. Als unsere Heldin schließlich von einem Luftikus erst geschwängert und dann verlassen wird, entledigt sie sich sowohl dieses Mannes als auch ihrer Mitbewohner mit Rattengift. Etwas, das ihr im Publikum niemand übel nimmt. Maja Beckmann als armes Mädchen und Daniel Stock in drei verschiedenen Rollen liefern eine tolle Leistung ab. Regie führte David Bösch.


Man darf seine Eintrittskarte anschließend in eines von vier Kästchen werfen – sie stehen für „hat mir fantastisch gefallen“ bis „nicht so gut“. Daraus ergibt sich später der Publikumspreis. Die meisten Zuschauer haben ihre Karte bei „fantastisch“ eingeworfen, ich auch. Ich denke, diese Produktion ist schon eine der ganz großen Favoriten für die Preise. 


Freitag, 13. Juni 2014

NRW-Theatertreffen beginnt

Das NRW-Theatertreffen, über das ich auch hier im Blog regelmäßig berichten werde, beginnt am 13. Juni am Schauspiel Dortmund. Dazu schreibt das Schauspiel:

"Die bemerkenswertesten Inszenierungen Nordrhein-Westfalens zu Gast in Dortmund! Das Schauspiel Dortmund freut sich auf das NRW Theatertreffen 2014 – auf sieben sehr besondere Junitage mit Inszenierungen, Konzerten, Kino und einem vielschichtigen Rahmenprogramm rund um das Thema „Theater und Virtualität“. Unter der Schirmherrschaft von Ministerin Ute Schäfer (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in NRW) stehen in Dortmund vom 13. bis 20. Juni die Vielfalt und der kreative Reichtum der Theaterlandschaft des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes im Fokus.

Herzstück des berühmten Festivals sind die eingeladenen Inszenierungen aus ganz NRW, von denen nicht nur das Publikum seine Lieblingsinszenierung auswählen wird. Weitere Preise werden von der Jugendjury und der Fachjury des NRW-Theatertreffens vergeben (dazu gehören der hochdekorierte Dramatiker Wolfram Lotz, die Leiterin des Theaterfestivals Favoriten Felizitas Kleine, die Theaterkritiker Stefan Keim und Sascha Westphal, der Theaterwissenschaftler Thomas Lang und der Videokünstler Daniel Hengst).

Neben den ausgewählte Inszenierungen gibt es ein breites Rahmenprogramm aus Panels, Konzerten, Filmen und Performances. Die Panels beschäftigen sich mit dem Thema des Theatertreffens „Theater und Virtualität“. Sechs Gespräche und Diskussionen zu ganz unterschiedlichen Themen werden angeboten.

Und an sieben Abenden sorgen darüber hinaus bekannte Musiker und Bands für Abwechslung ebenso wie die spannenden Veranstaltungen außerhalb des Wettbewerbs. In Kooperation mit dem stARTcamp Ruhr York wird es darüber hinaus den Workshop Immer Theater mit Social Media? geben.

Karten erhalten Sie an der Theaterkasse im Opernhaus, an der Tickethotline unter 0231/50 27 222 und im Webshop."

Donnerstag, 12. Juni 2014

Klangvokal: Musik aus Bulgarien, Weltmusik und ein Chor

So geht's in den nächsten Tagen beim Musikfestival "Klangvokal" weiter:

Das Eva Quartet und Dvuglas aus Bulgarien in St. Marien
(Donnerstag, 12. Juni 2014 | 20.00 Uhr)


Sechs Stimmen – vier Frauen und zwei Männer – bringen die jahrtausende alte Musikgeschichte Bulgariens zum Leuchten. Das Eva Quartet und Dvuglas erzählen die Geschichte zwischen orthodoxer Liturgie und slawischer Volksmusik auf faszinierende Weise: Glockenhell erheben sich die Stimmen der Frauen, unverkennbar ihr aus Traditionen gewachsener ornamentierter Gesangsstil, schlicht und berührend der Gesang des Männerduos – von dieser Musik geht ein geradezu mystischer Zauber aus.


Warsaw Village Band & Mercedes Peón im domicil
(Freitag, 13. Juni 2014 | 20.00 Uhr)

Die Warsaw Village Band – eines der angesagtesten Ensembles Osteuropas – kombiniert abseits des Mainstreams traditionellen polnischen Folk mit modernen Elementen. Mercedes Peón lässt sich von den Traditionen ihrer spanischen Heimat Galicien inspirieren. Wenn die Sängerin und Instrumentalistin nun auf die Warsaw Village Band trifft, bricht sich die Urkraft ihrer beiden Musikstile Bahn, ein innovativer Sound, der die Grenzen zwischen Ost und West hinter sich lässt!

Jugend-Konzertchor der Chorakademie Dortmund in St. Marien
(Sonntag, 15. Juni 2014 | 19.00 Uhr)

Eines der besten Nachw
uchsensembles der Region präsentiert sich erstmals im Rahmen von Klangvokal: Der Jugend-Konzertchor der Chorakademie Dortmund und sein Leiter Felix Heitmann spannen einen weiten Bogen von der Romantik in die Gegenwart, von Deutschland nach England, Finnland und Schweden, von Shakespeare-Vertonungen zu idyllischen Naturschilderungen von Eichendorff. Musikalisch überwinden sie dabei zahlreiche Grenzen und zollen so einer Sehnsucht nach dem Fernen Tribut, die uns spätestens seit der Romantik nicht mehr loslässt.


Mittwoch, 11. Juni 2014

Seniorentheaterprojekt des Schauspiels: Moving Still Moving

Heinrich Fischer, Liesel Graf,
 Felizitas Foegen, Annegret Albert
 und Jost Bernd Henseler 

©Janine Janßen
Moving Still Moving
Seniorentheaterprojekt des Schauspiel Dortmund am Donnerstag, 12. Juni,  18 Uhr in der Jungen Oper


Bewegungen im Raum, draußen in der Stadt, wie viel Kopf, Hand, Herz und Fuß ist dabei? Wohin führen mich meine Schritte? Wo fassen meine Hände in die Wolken? Was habe ich mitgenommen auf meinem Weg? Wann bleibe ich stehen? Bin ich HAPPY?


Das Seniorenprojekt am Schauspiel Dortmund bewegt sich und das Publikum mit Tanz, Lied, Choreographien, eigenen und literarischen Texten.

Dienstag, 10. Juni 2014

Englische Autorin Heidi Howcraft list in der Buchhandlung transfer in Hörde

Am Mittwoch, 18. Juni, kommt die englische Autorin Heidi Howcroft in die Buchhandlung transfer an der Schlanken Mathilde in Hörde. Dazu schreibt transfer:

Mit Heidi Howcroft haben wir eine der berühmtesten englischen Garden Queens mit neuen Geschichten über das Leben im Garten-Paradies England bei uns zu Gast. In ihrem Bildervortrag zeigt sie viele Impressionen englischer Gärten und des englischen Landlebens.

"Dieses Buch ist der zweite Band der Tee-&-Rosen-Geschichten, es erzählt vom Wandel, von den Orten, die so wichtig für das Dorfleben sind, von Brauchtum und Tradition, der Begeisterung für Feste und auch von den Gärten, die für mich das Rückgrat des englischen Lebens sind." (Heidi Howcroft)

Ein Vergnügen und Muß für Gärtner/-innen und solche, die es gern werden möchten.

Beginn: 20:00 Uhr
€ 12,00 / erm. € 10,00

Montag, 9. Juni 2014

„Dantons Dilemma“ erfolgreich

Björn Gabriel
Die Produktion „Dantons Dilemma“ der freien Theatergruppe Sir Gabriel Dellmann ist zum Theaterfestival Europa 2014 eingeladen worden, das vom 7. bis 14. Juni in der Studiobühne Köln stattfindet. Die Inszenierung von Björn Gabriel, Ensemblemitglied am Schauspiel Dortmund, ist am 9. Juni in Köln zu sehen. Karten für 15,- Euro (7,- Euro ermäßigt) gibt es unter 0221/4704513. Außerdem gastiert die Produktion im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung des NRW KULTURsekretariats in Wuppertal. Am Schauspiel Dortmund hat Björn Gabriel zuletzt „Die Leiden des jungen Werther“ und „You’ll never walk. Alone.“ inszeniert.

Sonntag, 8. Juni 2014

pottfiction-Sommercamp vom 11. bis 17. August

pottfiction, Theater, Kunst und Camps für Jugendliche der Kulturmetropole Ruhr, ist ein gemeinsames Projekt von Junges Schauspielhaus Bochum, Kinder- und Jugendtheater Dortmund, Consol Theater Gelsenkirchen, HELIOS Theater Hamm, theater kohlenpott Herne, Schauspiel Essen und Urbane Künste Ruhr. 

Das pottfiction-Sommercamp findet 2014 in Dortmund statt und endet mit einem Spektakel auf dem Nordmarkt. Vom 11. bis zum 17. August erproben 80 Jugendliche gemeinsam mit internationalen Künstlern das Leben in einer besseren Welt von morgen. 7 Tage voller Sommer, Sonne, Tanz, Theater, Konstruktionen und Konzerten. 7 Tage Ferien von der Wirklichkeit. 7 Tage abtauchen in ungeahnte Möglichkeiten.

Weitere Informationen unter: www.pottfiction.de

Samstag, 7. Juni 2014

HMKV: "World of Matter" noch bis zum 22. Juni im U-Turm

Noch bis einschließlich Sonntag, 22. Juni, zeigt der HMKV im Dortmunder U die Ausstellung World of Matter - Über die globalen Ökologien von Rohstoff. Ab Anfang September wird die Ausstellung in New York gezeigt.

Am Samstag, 14. Juni 2014 finden im Rahmen der Ausstellung zwei Veranstaltungen statt:

Um 13:00 Uhr startet ein pflanzenkundlicher Rundgang mit Klaus-Jürgen Conze. Schwerpunkt sind die speziellen Ökosysteme ehemaliger Industrieareale. Anhand von wildwachsenden Pflanzen erklärt der Essener Diplom-Biologe und Tierökologe die Bodenbeschaffenheit in der näheren und weiteren Umgebung des Dortmunder U (ca. 120 Min.).

Um 16:00 Uhr unternehmen wir mit Emily Eliza Scott eine Expedition durch die Ausstellung (in englischer Sprache). Diese bietet eine Gelegenheit, die verschiedenen Schauplätze und Themen von World of Matter im spezifischen Kontext des Ruhrgebietes zu erforschen. Emily Eliza Scott ist Kunsthistorikerin und ehemalige US Park Rangerin (ca. 60 Min.).

Treffpunkt für beide Veranstaltungen ist um 13:00 Uhr bzw. 16:00 Uhr das Foyer des HMKV im Dortmunder U, Ebene 3. Die Teilnahme ist für AusstellungsbesucherInnen kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag, 6. Juni 2014

Kunstverein: Ausstellung "Rückblick: ÖZLEM GÜNYOL & MUSTAFA KUNT" bis 20. Juli

Noch bis zum 20. Juli ist die Ausstellung "Rückblick: ÖZLEM GÜNYOL & MUSTAFA KUNT" im Kunstverein an der Hansastraße 2-4 zu sehen.

In ihren Arbeiten setzen sich Özlem Günyol und Mustafa Kunt mit kulturellen und gesellschaftlichen Phänomenen auseinander. Historische Ereignisse werden ebenso wie politische Themen in performativen, installativen und dokumentarischen Arbeiten herangezogen um kulturelle und soziale Zusammenhänge als codierte Konstrukte greifbar zu machen. Für die erste Ausstellung am neuen Standort des Dortmunder Kunstvereins entsteht die Außenarbeit „Hemzemin“ sowie ein umfangreicher Katalog der Arbeiten von Günyol / Kunt.
Özlem Günyol (*1977) und Mustafa Kunt (*1978) studierten an der Hacettepe University am Sculpture Department in Ankara und an der Städelschule in Frankfurt, wo sie heute leben und arbeiten.

Donnerstag, 5. Juni 2014

"Nacht der Religionen und Kulturen" in der Pauluskirche

Pfingstsonntag, 08.06.2014 | PAULUSKIRCHE | Schützenstr. 35
Einlass: 18:00 Uhr | Beginn: 19:00 Uhr | Ende: gegen 24:00 Uhr

Eintritt frei!

Musik, Kunst, Kultur, Begegnung und internationales Buffet
Einmal jährlich begegnen sich Musiker, Künstler und Gläubige mehrerer Weltreligionen und Kulturen in der Dortmunder Kulturkirche Paulus an der Schützenstraße.

In diesem Jahr findet die „Nacht der Religionen und Kulturen“ in Kooperation mit der Interessengemeinschaft Schützenstraße und dem Planerladen e.V. am Pfingstsonntag (8.6.) statt. Rund um die „Himmelssäule der Weltreligionen“ (HUMAN SOUL), ein 16 Meter hohes Kunstwerk  des Künstlers LEO LEBENDIG, sorgt ein vielfältiges Programm für Abwechslung und lädt zur Begegnung ein.

Juden, Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten und Bahais sowie herausragende Musiker und Bands freuen sich auf ein Kennenlernen auf der Bühne und bei internationalem Buffet im Kirchgarten der Pauluskirche -u.a. das Bangladesch-Catering der Dayemi-Gemeinschaft e.V. mit ihrer Initiative "Den Kindern zuliebe".

Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Situation der Neuzuwanderer, vor allem von Roma- Bürgerinnen und Bürgern. Hier erwartet die Pauluskirche Gäste des neu gegründeten Vereins der Neuzuwanderer in der Nordstadt.

Musikalisch steht besonders das "Ensemble Noisten" mit ihrem einstündigen Konzertprogramm "Curry auf Oliven" im Zentrum.

Unterstützt wird die Dortmunder Nacht der Religionen und Kulturen in diesem Jahr von der Stadt Dortmund. Die Veranstaltung ist Schlusspunkt der "Internationalen Woche" 2014.

Das Programm:

18:00 Uhr: Einlass/ Öffnung des Kirchgartens mit Getränken und internationalem Buffet

19:00 Uhr: Begrüßung

19:05 Uhr: Musikalischer Beitrag der Bahá`í-Gemeinde Dortmund durch den persischen Santur-Spieler KAMAL MAZLUMI: eine außergewöhnliche Reise, die Brücken schlägt unter dem Motto "Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger". Außerdem: Präsentation der "HUMAN SOUL", der "Himmelssäule der Weltreligionen" von Leo Lebendig.

19:45 Uhr: Schwerpunkt SÜDOSTEUROPA mit dem GYURI GYPSY SWING TRIO (Sinti-Musik), Vertretern des Planerladen e.V. und Neuzuwanderern aus Bulgarien und Rumänien, deren Selbstorganisation vom Planerladen unterstütz wird.

21:00 Uhr: Programmpause mit Begegnung von Besuchern, Künstlern und Gästen im Kirchgarten bei internationalem Buffet.

21:45 Uhr: Konzert des ENSEMBLE NOISTEN (2.Foto von oben) mit ihrem aktuellen Programm "Curry auf Oliven", eine erstklassige Mischung von Klezmer mit indischen Elementen - jedes Stück eine musikalische Entdeckung!

22:45 Uhr: Klassische indische Musik mit IMRAN KHAN (Sitar; 3.Foto von oben) und USTAD DILSHAD KHAN (Sarangi), beide wohnhaft in Mumbai. Beide kommen aus großen musikalischen Schulen Indiens und beherrschen ihre Instrumente perfekt - ein besonderes Erlebnis!

23:25 Uhr: Junge arabisch-muslimische Band AL RAHNA (4.Foto von oben) die sich besonders auf Nasheed spezialisiert hat, eine islamische Musikart, die ein Lobpreis auf Allah, den Propheten, das Muslim-Sein und den Ramadan darstellt. Aber auch Improvisationen, wie sie sie auf Hochzeiten spielen, gehören zu ihrem Programm.

24:00 Uhr: Nachtsegen

Mittwoch, 4. Juni 2014

Ladies Night am Freitag im Fritz-Henßler-Haus

Freitag, 06.06.2014
Fischer & Jung Theater "LADIES NIGHT - GANZ ODER GAR NICHT"
Eine turbulente Komödie über "männliche" Schwächen, Geldnot, Freundschaft und Größenwahn
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: € 22,50 (VVK) / € 27,00 (AK)
Veranstaltungsort: Fritz-Henßler-Haus | Geschwister-Scholl-Straße 33-37 | 44135 Dortmund
(Karteninfos über www.fhh.de)


LADIES NIGHT – GANZ ODER GAR NICHT
Kein Job, kein Geld, keine Unterhosen.
Fünf arbeitslose Männer die aus lauter Not auf die waghalsige Idee kommen, es den erfolgreichen „Chippendales“ gleich zu tun.
Sie strippen.
Doch sie haben Rettungsringe und Hühnerbrüste! Wie wird man(n) Herr über die eigene Scham, über klemmende Reißverschlüsse?
Und als schließlich nur noch ein knapper String als letzte Schamgrenze bleibt, stellt sich die alles entscheidene Frage:
Ganz oder gar nicht?!
Weltweit bekannt wurde der Stoff dieser „Enthüllungskomödie“ der beiden Neuseeländer Stephen Sinclair und Anthony McCarten durch den Oscar-prämierten Film „Ganz oder gar nicht - The Full Monty“. Freuen Sie sich auf eine turbulente Inszenierung des fischer & jung ensemble: Ein Stück über „männschliche“ Schwächen, über Geldnot, Freundschaft, Verzweiflung, Mut und Größenwahn.
Seit 2005 tourt das Fischer & Jung Theater mit Ladies Night durch Deutschland.
300.000 begeisterte Zuschauer und ein Ende ist zum Glück nicht in Sicht.
Das Fischer & Jung Theater wurde von Guido Fischer und Björn Jung 2004 gegründet. Seither sind sie mit ihren Komödien regelmäßig zu Gast in Theatern wie dem Stratmanns in Essen, Springmaus in Bonn, Fletch Bizzel und dem Spiegelzelt RuhrHOCHdeutsch in Dortmund, Gloria in Köln, Kurhaus Binz, Parktheater in Augsburg oder im Tollhaus in Karlsruhe u.a.

Dienstag, 3. Juni 2014

Schauspiel: Drei Inszenierungen zum letzten Mal

Szene aus "Drama Queens"
Das Schauspiel Dortmund zeigt einige Inszenierungen zum letzten Mal: Ibsens Klassiker „Peer Gynt“ ist letztmalig am kommenden Freitag, 6. Juni, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus zu sehen. Danach ist die Inszenierung von Schauspiel-Chef Kay Voges abgespielt. Zum letzten Mal vor der Sommerpause sind „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ und der Live-Musik-Abend „Drama Queens“ am kommenden Samstag, 7. Juni, zu sehen. Wer nicht bis zur nächsten Vorstellung im Herbst warten möchte, sollte die Gelegenheit am Wochenende nutzen. Darüber hinaus gibt es für "Drama Queens" einen besonderen Star-Gast: die Schwerter Operettenbühne singt "Für mich soll's rote Rosen regnen". Karten gibt es an der Vorverkaufskasse im Opernhaus, an der Ticket-Hotline unter 0231/50 27 222 und online auf www.theaterdo.de.

Montag, 2. Juni 2014

transfer: Joachim Schumacher präsentiert Bildband "Das Gebiet"

Die Buchhandlung transfer an der Schlanken Mathilde in Hörde lädt zu Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung des Bildbands "Das Gebiet" von Joachim Schumacher ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch (4. Juni) um 18 Uhr statt.

Joachim Schumacher ist einer der letzten Schüler Otto Steinerts und legt mit diesem wunderschönen Bildband seine erste künstlerische Monographie vor - SW-Fotografien aus der Zeit von 1976 bis 1994. Schumacher studierte von 1972 - 1977 an der Essener Folkwang Hochschule und beschäftigt sich seit 40 Jahren mit der Stadtlandschaft seines eigenen Lebensraums - dem Ruhrgebiet.

Sonntag, 1. Juni 2014

"Erster WerktagDonnerstag" im Depot

Donnerstag, 5. Juni 2014 17:00 - 20:00

Ort: Halle im Depot / versch. Werkstätten und Ateliers im Depot

Das Depot an der Immermannstraße, ehemalige Straßenbahnwerkstatt und heute Heimat zahlreicher Künstler und Kultureinrichtungen, bietet interessierten Besuchern etwas Besonderes an: An jedem ersten Donnerstag im Monat, dem sogenannten "ErstenWerktagDonnerstag" kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen und zahlreichen im Depot ansässigen Künstlern über die Schulter schauen. Erleben Sie die Vielfalt des Depot!

Eintritt: frei

Öffnungszeiten: von 17.00 bis 20.00 Uhr